Bildprozesse

11. Jul 2011

Bildprozesse.

Uve Mehr studierte 1967 bis 1972 Design und Freie Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und im Anschluss bis 1975 am Fachbereich Experimentelle Umweltgestaltung der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Seit Ende der 60er-Jahre arbeitet er in seiner Malerei und seinem druckgrafischen Werk an Bildstrukturen, deren Aufbau bestimmten Gesetzen folgt, dabei werden die Parameter einer Methode solange verändert bis Denken und Empfinden im Einklang sind. Seine Arbeiten … erscheinen auf den ersten Blick als planbare Flächen, wie eine Synthese aus Kunst und Mathematik, als eine Anwendung logischer Denkvorgänge zur Strukturierung von Farbe, Form, Rhythmus … Uve Mehr sucht in seinen Bildern eine Reinheit und Klarheit, die durch die Wahl von elementaren Formen ungebunden erscheint und doch nicht frei ist von Emotionalität. Seine Bildfindungen geben vordergründigen psychologischen Deutungen keinen Raum. Die Organisation visueller Setzungen ist nie formelhaft starr, sondern lässt der weiteren Ebene: der Beziehung zum Raum ein großes Maß an Gleichberechtigung und Entfaltung und damit eine breite Erlebnismöglichkeit für den Betrachter.

Autorin: Ute Maasberg